Der Juan-Fernández-Archipel, bekannt durch den legendären Roman von Daniel Defoe, wird bald wieder über Amateurfunkbänder zu hören sein. Felipe, XQ7IR, hat neue Informationen zur bevorstehenden Aktivierung unter der Marke 3G0Z veröffentlicht. Diese verspricht nicht nur seltene Verbindungen, sondern auch technische Innovationen wie die Fernsteuerung.
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3G0Z-Zeitplan und erste Schritte auf der Insel
Laut den neuesten Berichten vom 8. Mai 2026 dauert es weniger als eine Woche bis zum Start der Reise zur Robinson-Crusoe-Insel (IOTA SA-005). Felipe schätzt, dass die ersten Signale unter der Marke 3G0Z am 19. Mai gegen 21:00 UTC empfangen werden. Die gesamte Operation ist auf etwa 20 Tage angesetzt, was ausreichend Zeit für DX-Jäger aus aller Welt bietet, um Verbindungen herzustellen, sofern die Ausbreitungsbedingungen günstig sind.
Die ersten Arbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die unteren Bänder – 160, 80 und 40 Meter. Felipe hat sich für diese Vorgehensweise entschieden, um die nächtlichen Funkzeiten zu nutzen, während er nach und nach die restlichen Antennen installiert.
Inovácia v podobe remote station
Ein Schlüsselelement der 3G0Z-Expedition ist der Betrieb einer sogenannten Remote-Station. Felipe installiert die Ausrüstung auf der Insel, die anschließend von einem erfahrenen Team unter der Leitung von Renner, PY7RP, betrieben wird. Diese Gruppe renommierter Funkamateure trägt aktiv zum Erfolg der gesamten Veranstaltung bei und steigert so die Effizienz der Zeitnutzung und die Anzahl der hergestellten Verbindungen in verschiedenen Betriebsarten. QSL via M0URX OQRS.
Ehrgeiziger Plan für SA-101: Alejandro Selkirk
Neben den Hauptaktivitäten von Robinson Crusoe Island aus wird weiterhin an der Aktivierung eines deutlich anspruchsvolleren Standorts gearbeitet – Alejandro Selkirk Island (IOTA SA-101). Dieser Plan nimmt Gestalt an, und Felipe arbeitet eng mit erfahrenen Funkamateuren wie Rick K6VVA und Mike K9AJ zusammen. Sie lieferten ihm wertvolle Informationen von ihrer vorherigen CB0Z-Expedition im Jahr 2020.
Ihre Berichte wiesen darauf hin, dass die größte Herausforderung für die Funkamateure auf Selkirk die extrem hohen industriellen Störungen (QRN) darstellten. Diese wurden hauptsächlich von den in der Siedlung installierten Solaranlagen verursacht. Um solche Probleme zu vermeiden, arbeitet Felipe derzeit daran, einen Standort außerhalb des bewohnten Gebiets in höherer Lage zu sichern. Dieser Standort sollte, zusammen mit der Unterstützung der lokalen Bevölkerung, deutlich günstigere Bedingungen für DX-Verbindungen bieten als frühere Expeditionen. Allerdings ist das Gelände hier unwegsam, und viele Richtungen, insbesondere zur Westküste der USA (W6), nach Japan (JA) und zum Pazifik, liegen stark im Schatten der umliegenden Hügel.
