Die Hentenna ist eine der weniger bekannten, aber technisch interessanten Antennen, die ihren Ursprung in der Amateurfunkszene hat. Auf den ersten Blick ähnelt sie einem schmalen, vertikalen Rechteck, doch ihre Strahlung ist überwiegend horizontal polarisiert. Diese ungewöhnliche Kombination gab der Antenne ihren Namen: „Hen“, was im Japanischen „seltsam“ oder „ungewöhnlich“ bedeutet.
In den letzten Jahren hat die Hentenna wieder an Bedeutung gewonnen, insbesondere bei QRP-Betreibern, SOTA-Aktivatoren und Experimentatoren auf den 10-m-, 15-m- und 6-m-Bändern. Grund dafür sind ihre vergleichsweise einfache mechanische Konstruktion, der niedrige Abstrahlwinkel und die höhere Verstärkung im Vergleich zu einem herkömmlichen Halbwellendipol.
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Geschichte von Hentenna
Die Hentenna-Antenne stammt aus Japan und wurde in den 1970er-Jahren entwickelt. Entwickelt wurde sie von den Funkamateuren JE1DEU, JH1FCZ und JH1YST, die mit verschiedenen Schleifenantennenformen experimentierten. Das englischsprachige Fachpublikum wurde erst durch den Artikel „The Hentenna – The Japanese Miracle Wire“ in der Zeitschrift QST Anfang der 1980er-Jahre auf die Hentenna aufmerksam.
Laut verfügbaren Quellen wurde die Antenne ursprünglich für das 50-MHz-Band entwickelt, das Prinzip lässt sich jedoch praktisch problemlos von den HF-Bändern auf andere Frequenzen übertragen. VHFIn Japan erfreute sie sich großer Beliebtheit, insbesondere bei Funkamateuren, die eine einfache Antenne mit höherer Verstärkung als benötigten. dipól, ale bez mechanickej náročnosti smerových sústav.
Die Hentenna ist im Wesentlichen eine rechteckige Schleife mit einer Gesamtleiterlänge von ungefähr 4/3λ und einem Speisequerleiter, der sich ungefähr 0,1λ vom Boden entfernt befindet.
TIPP: Die Vierfachantennenform kann die Verstärkung erhöhen.
Interessanterweise basiert das Prinzip der Hentenna auf einer Schleifenantenne. Frühere Experimente mit Vierfachantennen haben gezeigt, dass die Streckung eines quadratischen Rahmens zu einer rechteckigen Form die Richtwirkung und den Gewinn erhöhen kann. Ein ähnlicher Effekt wird von der Hentenna genutzt.

Eine klassische quadratische Leiterschleife weist eine gleichmäßige Stromverteilung entlang ihres Umfangs auf. Ein rechteckiger Rahmen mit einer Höhe von etwa λ/2 und einer Breite von λ/6 erzeugt eine günstigere Stromverteilung, was zu einem kleineren Abstrahlwinkel und einer leichten Erhöhung der Richtwirkung im Vergleich zu einem einfachen Dipol führt.
Das resultierende Strahlungsmuster weist eine charakteristische Form mit zwei Hauptkeulen auf, die senkrecht zur Antennenebene verlaufen. Die Hentenna ist daher keine Rundstrahlantenne. Bei korrekter Ausrichtung kann sie jedoch einen deutlichen Vorteil beim DX-Betrieb bieten.
Hentenna-Parameter
Messungen und Simulationen, die in der Fachpublikation „A Study of Hentenna“ veröffentlicht wurden, zeigen, dass das Basismodell einen Richtwirkungsgewinn von etwa 3 dBd erreicht, wobei die Strahlungsmaxima in zwei entgegengesetzten Richtungen liegen. Die simulierten Richtwirkungswerte lagen je nach genauer Position des Speiseelements zwischen etwa 2,9 und 3,3 dBd.

Praktische Messungen bestätigten horizontale Polarisation und einen niedrigen Abstrahlwinkel. Der österreichische Funkamateur OE9HRV in seinem Präsentation Es meldet einen Höhenwinkel von ungefähr 13°, was ein günstiger Wert für DX-Kontakte ist.
Eine Besonderheit sollte jedoch beachtet werden. Eine detaillierte Analyse hat gezeigt, dass die klassische Hentenna eine relativ schmalbandige Antenne ist. Daher ist es unerlässlich, auf die genaue Position des Speisepunkts und die sorgfältige Abstimmung der Abmessungen zu achten. Durch Verschieben des Speisepunkts nach oben oder unten lässt sich das Impedanztransformationsverhältnis ändern, was einen großen Vorteil darstellt, da die Antenne selbst nicht gekürzt werden muss.
Grundlegende elektrische Eigenschaften
| Polarisation | Horizontal |
| Strahlungsmuster | Bidirektional |
| Profitieren | ungefähr 3 dBd |
| Strahlwinkel | Niedrige Geschwindigkeit, geeignet für DX-Betrieb |
| Impedanz | Nach der Feinabstimmung etwa 50–75 Ω |
| Bandbreite | relativ schmal |
Hentenna-Abmessungen
Die grundlegende Geometrie einer Antenne ist sehr einfach. Die meisten veröffentlichten Designs verwenden die gleichen Seitenverhältnisse:
| Höhe H | λ/ 2 |
| Breite W | λ/6 |
| Netzteilposition F | Ungefähr λ/10 vom unteren Leiter entfernt |
Für das 10-m-Band (28 MHz) entsprechen diese Verhältnisse annähernd folgenden Dimensionen:
| Höhe | 526 cm |
| Breite | 175 cm |
| Steckdose | 120 cm vom Boden |

Diese Werte entsprechen den praktischen Entwürfen von OE9HRV und DL3TU, die erfolgreiche Implementierungen für das 28-MHz-Band veröffentlicht haben.
Konstruktion
Die mechanische Umsetzung ist einer der Hauptvorteile von Hentenna. Die Antenne kann aus Kupferdraht, Aluminiumrohren oder einer Kombination beider Materialien gefertigt werden.
Am häufigsten wird ein teleskopierbarer Fiberglasmast verwendet. Er besitzt oben und unten Querstreben, zwischen denen ein rechteckiger Rahmen gespannt ist. Ein Zuleitungsdraht verbindet die beiden vertikalen Seitenteile in einem Abstand von etwa einem Zehntel der Wellenlänge von der Unterkante.
Die korrekte Positionierung des Speisepunkts ist ein wichtiger Faktor. Simulationen haben gezeigt, dass dessen Lage einen signifikanten Einfluss auf die Eingangsimpedanz und die PSV hat. Der in der Literatur am häufigsten angegebene Abstand beträgt etwa λ/10 vom unteren Leiter, wobei eine geringfügige Verschiebung nach oben oder unten eine Feinabstimmung der Anpassung an ein 50-Ω-Koaxialkabel ermöglicht.
Für tragbare Versionen für SOTA haben sich Aluminium-Abstandshalter mit einem Durchmesser von 6 bis 12 mm und Litzen mit einem Querschnitt von etwa 1 bis 1,5 mm² als effektiv erwiesen. Die gesamte Antenne für das 10-m-Band wiegt ohne Mast etwa ein Kilogramm.
YouTube-Video
Um einen besseren Eindruck von der praktischen Umsetzung und Funktionsweise der Hentenna zu erhalten, lohnt es sich, eine Demonstration von OE9HRV anzusehen, der die Antenne erfolgreich bei SOTA-Aktivitäten einsetzt.
Das Video dokumentiert den realen Einsatz unter gebirgigen Bedingungen und zeigt, dass die Hentenna im portablen Betrieb eine interessante Alternative zu einem Dipol oder einer Vertikalantenne sein kann.
Praktische Erfahrung
Mehrere veröffentlichte Experimente deuten darauf hin, dass die Hentenna in bestimmten Situationen eine einfache Dipolantenne übertreffen kann. Die Ergebnisse hängen jedoch von der Höhe über dem Gelände, der Ausrichtung der Antenne und den aktuellen Ausbreitungsbedingungen ab.
Von besonderem Interesse sind moderne Simulationen für das 10-Meter-Band, die bei einer Montagehöhe von wenigen Metern über dem Boden einen Gewinn von etwa 8 bis 9 dBi inklusive Bodeneffekt zeigen. Diese Werte sind zwar nicht direkt mit dem Gewinn einer Antenne im freien Raum vergleichbar, verdeutlichen aber das Potenzial der Hentenna für DX-Verbindungen von geeigneten Standorten aus.
Abschluss
Die Hentenna stellt eine interessante Alternative zwischen einem einfachen Dipol und einer vollwertigen Richtantenne dar. Ihre Hauptvorteile sind der einfache Aufbau, die vergleichsweise hohe Verstärkung im Verhältnis zu den verwendeten Materialien, der niedrige Abstrahlwinkel und die Möglichkeit der Implementierung ohne komplexes mechanisches System.
Andererseits ist zu beachten, dass es sich um eine Einbandantenne handelt, die präzise Abmessungen und eine sorgfältige Abstimmung des Speisepunkts erfordert. Für QRP-Betreiber, Experimentatoren und SOTA-Aktivierer kann sie jedoch ein sehr interessantes Projekt sein, das mehr bietet, als ihr einfaches Äußeres vermuten lässt.
