Die Einheit dBm (Dezibel Milliwatt) wird verwendet, um verschiedene Parameter von Funkamateurgeräten auszudrücken. Ein Pegel von 0 dBm entspricht 1 mW bzw. einer Spannung von 0,225 V an einer 50-Ohm-Last. Was bedeutet es? Wir zeigen dies anhand der folgenden Beispiele:
1, Erhöhung der Signalstärke an der Gegenstation um 1S
Ein Grad S entspricht sechs Dezibel. Nehmen wir ein Beispiel: Wir haben TCVR mit einer Leistung von 10W, die wir in eine Dipolantenne mit einem Gewinn von 0 dB einspeisen. Wenn wir wollen, dass unser Signal an der Gegenstation um genau ein S verstärkt wird, können wir entweder eine Antenne mit einem Gewinn von 6 dB verwenden oder die Leistung des Senders um 6 dB erhöhen. Zehn Watt sind +40 dBm, aus der Tabelle sehen wir, dass +46 dBm 40 W sind. (Hinweis: Die Verwendung eines anderen Antennentyps macht tatsächlich einen größeren Unterschied, da andere Faktoren eine Rolle spielen.)
2. Wie stark wird die Empfindlichkeit des Empfängers erhöht, wenn der Vorverstärker mit einer Verstärkung von 10 dB eingeschaltet wird?
Zeigen wir es noch einmal an einem Beispiel: Unser Transceiver hat eine spezifizierte Empfindlichkeit von 0,25 uV für ein S/W-Verhältnis von 10 dB bei einer Bandbreite von 2,4 kHz. Um welchen Wert erhöht sich die Empfindlichkeit des Empfängers durch Einschalten des Vorverstärkers mit einer Verstärkung von 10 dB? Wenn wir uns die Tabelle ansehen, stellen wir fest, dass eine Spannung von 0,25 µV einem Pegel von -119 dBm entspricht. Der -129-dBm-Pegel beträgt 0,08 uV bei einer 50-Ohm-Last.
3. Bei welchem Leistungspegel treten harmonische Produkte am Ausgang des Senders auf?
Nehmen wir einen Standard-100-W-Transceiver. Im Handbuch lesen wir, dass die Unterdrückung harmonischer Produkte des Senders 50 dB beträgt. Doch wie ist ihre Leistung am Ausgang des Senders? Laut Tabelle sind einhundert Watt +50 dBm. Wenn wir 50 dB von +50 dBm abziehen, erhalten wir 0 dBm oder 1 mW.
4, Welche Spannung benötigt der Diodenmischer UZ07 vom Oszillator?
UZ07 gehört zur Kategorie der Mischer, die einen Oszillatorsignalpegel von +7 dBm erfordern. Einen kleinen Leistungsmesser findet man nicht in einer Hütte, aber ein HF-Millivoltmeter ist durchaus üblich. Um also den richtigen Pegel für das Mischpult einzustellen, rechnen wir +7 dBm laut Tabelle in 500 mV/50 Ohm um. Auf diese Spannung stellen wir das Oszillatorsignal an der Last ein (an einer 50-Ohm-Last oder direkt am Ausgang des Mischers).
