Wie füge ich einem Empfänger oder Transceiver einen CW-Filter hinzu? Ältere Fabrikausrüstung (hauptsächlich auf UKW) haben keinen eingebauten Zwischenfrequenz-CW-Filter oder erlauben den Einbau eines solchen nicht. Die CW-Bandbreite wird also durch die Breite des SSB-Filters bestimmt, die jedoch zu groß ist. Dennoch ist es möglich, solche Geräte mit einem CW-Filter zu ergänzen.
NF CW-Filter
Auch mit dem NF-Filter können wir relativ gute Ergebnisse erzielen. Es gibt verschiedene Konstruktionen, aber keine ist in ihrer Einfachheit mit dieser vergleichbar. Es nutzt die Eigenschaften einer parallelen LC-Schaltung, die auf die gewünschte Frequenz eingestellt und an das Lautstärkepotentiometer angeschlossen wird. Mit den im Beispiel gezeigten Komponenten beträgt sie ca. 800 Hz.
C1 ist der Entkopplungskondensator hinter dem Detektor. Ist der Schalter S1 geöffnet, ist der LC-Kreis nicht angeschlossen und das Signal gelangt unverändert über das Lautstärkepotentiometer zum NF-Verstärker. Ist der Schalter S2 geschlossen, gelangt das Signal in den parallelen LC-Kreis. Daraus nehmen wir das Signal für NF-Verstärker. Aufgrund der Eigenschaften der parallelen LC-Schaltung wird die höchste Spannung bei ihrer Resonanzfrequenz erreicht, bei anderen Frequenzen ist die Ausgangsspannung niedriger, was als normaler Filter wirkt.
CW-Filtersimulation
Die Eigenschaften eines solchen Filters werden maßgeblich durch unterschiedliche Impedanzen beeinflusst. Schon beim Betrachten des Diagramms wird deutlich, dass das Potentiometer P1 die Güte der Schaltung reduziert. Eine weitere nicht zu vernachlässigende Impedanz ist die Impedanz des Detektors. Ich habe versucht, das Verhalten des Filters bei verschiedenen Impedanzen zu simulieren, und die Ergebnisse sind unterschiedlich, aber immer noch gut.


