Artikel "Die DX-Fähigkeiten von HF-Empfängern" von Tadeusz Raczko, SP7HT, konzentriert sich auf den Vergleich der Leistung von HF-Empfängern, die für Amateur-DXing und Wettbewerb konzipiert sind. Der Autor weist darauf hin, dass die klassischen Labortests von Geräteherstellern oft große Signalfrequenzabstände (50-100 kHz) verwenden, was zu optimistischen Ergebnissen führt, die nicht den realen Bedingungen in überfüllten Amateurbändern entsprechen. In der Praxis werden schwache DX-Signale oft gleichzeitig mit sehr starken lokalen Signalen in einer Entfernung von nur wenigen kHz empfangen. Daher empfiehlt SP7HT Tests bei enge Abstände von 2–5 kHz, die die tatsächlichen Bedingungen besser widerspiegeln.
Die beiden wichtigsten Bewertungsparameter sind Blockierender Dynamikbereich (BDR) A Dynamikbereich der Intermodulation (IMD DR). BDR drückt die Fähigkeit des Empfängers aus, starke Signale ohne Empfindlichkeitsverlust zu verarbeiten, während IMD DR Widerstand gegen Intermodulationsstörungen zeigt, die aus der Kombination starker Nachbarsignale entstehen. Sowohl die BDR- als auch die IMD-DR-Werte fallen in realen Tests mit engen Pitches deutlich ab, was zeigt, wie sich die Geräte unter harten DX-Bedingungen verhalten.

Verglichen wurden mehrere Modelle der Marken ICOM, Kenwood, Yaesu, Ten-Tec und Elecraft. Sie erzielten die besten Ergebnisse Elecraft K2, Ten-Tec OMNI-VI+ und stark modifiziert Drake R-4C, während diese Empfänger auch bei eng benachbarten Signalen einen hohen Dynamikbereich aufrechterhielten. Im Gegensatz dazu zeigten moderne Transceiver mit mehreren Mischern und breiten ersten ZF-Filtern höhere Interferenzraten und schlechtere Ergebnisse.
Der Elecraft K2 und der Ten-Tec OMNI-VI+ sind ausschließlich für die Schinkenbänder konzipiert und verwenden einfachere Designs mit einem oder zwei Mixern. Die Hauptselektivität liegt bereits im vorderen Teil des Empfängers, wodurch Störungen deutlich reduziert werden. Der K2 verfügt über eine One-Shot-Konvertierung, relaisgesteuerte schmale Vorwähler und einstellbare Quarzfilter für CW und SSB. Der OMNI-VI+ nutzt Doppelwandlung mit niedrigen Zwischenfrequenzen (9 MHz und 6,3 MHz) und einen Doppelfilter für noch bessere Selektivität.

Der Autor weist auch auf die Bedeutung hin geringes Phasenrauschen Lokale Oszillatoren. Zu viel Rauschen führt zu einer Verringerung des Dynamikbereichs und zum Auftreten von überkreuzten Signalen, die ein schwaches DX-Signal vollständig überdecken können. In dieser Hinsicht übertreffen K2 und OMNI-VI+ die meisten modernen Geräte deutlich.
Zusammenfassend stellt der SP7HT fest, dass Empfänger, die ausschließlich für Amateurbänder entwickelt wurden, eine bessere Haltbarkeit und Leistung bieten als Allzweckgeräte mit breiter Abdeckung, wenn das Ziel darin besteht, schwache DX-Signale in schmalen Bändern zu empfangen. Laut dem Autor stellt die Entdeckung der Modelle K2 und OMNI-VI+ einen positiven Wandel im Design von HF-Empfängern dar und gibt der DX-Community Hoffnung, dass andere Hersteller diesem Beispiel folgen.
Jeder zieht sein eigenes Fazit. Hier ist der Originalartikel im PDF-Format 020910qex036.pdf.
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