Heute begehen Funkamateure den Weltfunkamateurtag, der von der Internationalen Union der Funkamateure (IARU). IARU wurde am 18. April 1925 in Paris gegründet. Der Vorgänger des Amtes für die Regulierung elektronischer Kommunikations- und Postdienste (RÚ) – das Telekommunikationsamt der Slowakischen Republik (TÚ SR) war 2013 das erste Regulierungsamt in Europa, das seine Arbeit durch Amateurfunk förderte und auch während des Weltfunkamateurtags sendete. Im Jahr 2014 zog auch die RÚ.TÚ SR nach. Im Jahr 2013 wurde anlässlich des Welttags der Funkamateure an diesem Tag Funkamateuren aus aller Welt die Möglichkeit gegeben, gelegentlich eine Funkamateurverbindung mit der Station OM20TUSR herzustellen, die von einem Sprecher der TÚ SR betrieben wurde. Auch der Amateurfunksender OM20TUSR, der anlässlich des 20-jährigen Gründungsjubiläums von TÚ SR sendete, war während des Welttags der Funkamateure kurzzeitig zu hören. In etwa fünfzig Minuten Telefonbetrieb stellte es einhundertzwölf Amateurfunkverbindungen mit siebenundzwanzig Ländern der Welt im 14-MHz-Kurzwellenband her. Neben europäischen Funkamateuren gab es Funkamateure, z. aus Puerto Rico, den USA, Kanada und Japan. Im Jahr 2014, an diesem Tag, gab es gelegentlich einen Amateurfunksender RÚ mit dem Rufzeichen OM44LTE.
Funkamateure betreiben vor allem Funkamateurrundfunk auf Frequenzbändern, die für Funkamateure bestimmt sind. Sie nutzen Sprechfunk, Telegrafie oder digitale Betriebsarten. Sie gehen miteinander um und behandeln einander wie Freunde. Sie zögern nicht, von verschiedenen Inseln, weniger entwickelten Ländern und unbewohnten Gebieten zu reisen und zu senden, um anderen Funkamateuren die Möglichkeit zu geben, eine Verbindung zu einem seltenen Ort herzustellen. Die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen wird von mehreren Faktoren beeinflusst, daher verlassen sie sich beim Aufbau von Funkamateurverbindungen auch auf ihre Kenntnisse in Physik, Elektrotechnik, Geographie, Meteorologie usw. Sie bauen Amateurfunkverbindungen auch auf unkonventionelle Weise auf, z.B. durch Reflexion von der Mondoberfläche, von ionisierten Meteorspuren, von der sporadischen Schicht und dergleichen.
Unter den Funkamateuren gibt es auch erfahrene Designer und Entwickler von Computerprogrammen und mobilen Anwendungen. Unter ihnen sind zwar Kommunikations- und IT-Spezialisten, doch ihr Beruf hat meist nichts mit ihrem Hobby, nämlich Sendern, Antennen und Rundfunk, zu tun. Um Funkamateur zu werden und auf Amateurfunkbändern zu senden, muss der Bewerber mindestens 14 Jahre alt sein und die Prüfungen der besonderen Fachkompetenz vor der RÚ-Kommission erfolgreich bestehen. Es ist erforderlich, Kenntnisse über Vorschriften, Technik und Betrieb nachzuweisen. Nach erfolgreich bestandener Prüfung kann er beim EVU die Erlaubnis und Zuteilung eines Rufzeichens beantragen.
In Bratislava am 18. April 2017
Roman Vavro, Sprecher der RÚ
