Heute ist die Tschechische Republik das erste postkommunistische Land, das der Europäischen Weltraumorganisation beitritt. Der Vertrag über den Beitritt zu dieser zwischenstaatlichen Forschungs- und Entwicklungsorganisation wird vom Direktor der Agentur und dem tschechischen Premierminister unterzeichnet.
Im Rahmen der Europäischen Weltraumorganisation können tschechische Wissenschaftler die vor dreißig Jahren begonnene Forschung fortsetzen. Forschung wird nicht nur im Weltraum, sondern auch in der Satellitentelekommunikation und -navigation angeboten. Zu den derzeit wichtigsten Projekten der Europäischen Weltraumorganisation zählen die Arbeiten des europäischen Columbus-Labors auf der Internationalen Raumstation. Erwähnenswert sind auch die Erforschung des Planeten Venus und die Stereofotografie der Marsoberfläche.
Allerdings sind die Tschechen auch keine Neulinge im Weltraum. Nach dem Flug des ersten tschechoslowakischen Kosmonauten Vladimír Remek im Jahr 1978 folgten eine Reihe von Reisen der tschechischen Magion-Satelliten und Arbeiten zur Ausstattung der Sonden mit Messgeräten.
Die Europäische Weltraumorganisation beschäftigt sich mit Weltraumforschung und Weltraumtechnologie. Sie wurde 1975 gegründet und umfasst mittlerweile 17 Mitgliedsländer der Europäischen Union. Es ist ein anerkannter und gleichberechtigter Partner der amerikanischen NASA, der russischen Raumfahrtbehörde und der ähnlichen japanischen Agentur NASDA.
