Hinter dem Wesen dieses Meteoritenschauers verbirgt sich das wunderbare Zusammenspiel des Universums. Alle 33 Jahre kommt der Komet Tempel-Tuttle der Sonne nahe und durch die Strahlung wird viel Kometenmaterial, hauptsächlich Staub, von seiner Oberfläche in den umgebenden Weltraum freigesetzt. Kommt er der Erde nahe, wird das Gravitationsfeld dafür sorgen, dass er einfängt und zieht, was zu einem einzigartigen Meteoritenschauer führt.

Auf der Suche nach der Geschichte der Leoniden gelangen wir in das Jahr 902. Der erste wissenschaftliche Bericht wurde 1799 vom berühmten Naturforscher Alexander von Humboldt während einer Expedition im Einzugsgebiet des Orinoco erstellt. Das erstaunlichste Erlebnis bereiteten jedoch die Leoniden 1966 wiederum über Nordamerika. Auf dem Höhepunkt wurde eine Häufigkeit von bis zu 100.000 Meteoriten pro Stunde registriert! Augenzeugen zufolge regneten Meteore buchstäblich vom Himmel. Aber was können wir dieses Jahr erwarten?
Die erwartete Aktivität wird in diesem Jahr vom 12. bis 21. November stattfinden. Die Geschwindigkeit der Partikelbewegung ist relativ hoch, etwa 71 km/h, während es nur wenige kleine Partikel im Schwarm gibt. Wissenschaftler erwarten zwei Gipfel, der erste ist scharf (dauert ein bis drei Stunden) 13. November um 17.17 UTC mit einer Frequenz von 250 Meteoriten pro Stunde, der zweite (dauert einen Tag) 19. November um 7:28 UTC mit einer Häufigkeit von 100. Zwischen den Maxima liegt die erwartete Häufigkeit bei 10-20 Meteoriten pro Stunde. Die günstigsten Verbindungszeiten für diese Richtungen sind: SW – NO: 01 – 05 UTC, O – W: 04 – 07 UTC, SO – NW: 06 – 10 UTC und S – S: 23 – 04 und 07 – 11 UTC.
Was die visuelle Beobachtung in Europa betrifft, so ist sie saisonabhängig, da der Mond voll ist und die Maxima mehr oder weniger zur Tageszeit auftreten. Die Chance für das zweite Maximum ist größer, sofern das Wetter wolkenlos ist.
Viel Glück und gute Kontakte!
