Der Überspannungsschutz wurde in der Forumsdiskussion FT817 – FT817ND erwähnt. Diskutiert wurden Thyristor oder Transil. Da Transile für mich relativ neue Bauteile sind, habe ich darüber nachgedacht, die Vorteile eines Transils und eines Thyristors, also sehr schnelle Reaktion und hoher Strom, zu kombinieren. Am Ende stellte sich heraus, dass die optimale Verbindung dem Schema entspricht.
Ako som sa dočítal, transil ist im Grunde eine Zener-Diode mit veränderter Charakteristik. Der Verlauf der Kennlinie in Endrichtung ist steil, sodass die Diode sehr schnell in den Zenerspannungsbereich übergeht.
Überspannungsschutzverkabelung
Ich habe zwei Transil-Stücke mit der Aufschrift P6KE6V8CA gekauft. Es handelt sich um bipolare Transile. GM hatte perfekt passende Unipolare ausverkauft. Nach der Messung hatte ein Transil eine Spannung von 7,08 V, das andere von 7,01 V und es werden etwa 0,75 V benötigt, um den Thyristor zu öffnen. Dies bedeutet, dass der Schutz bei 14,88 V funktioniert. Das ist sehr befriedigend. Noch besser ist, dass die Spannung mit gewöhnlichen, in Durchlassrichtung geschalteten Siliziumdioden sanft ergänzt werden kann. Dadurch wird die Schutzspannung auf die optimalen 15,56 V erhöht. Es sind jedoch Sperrkondensatoren erforderlich, um einen wesentlichen Teil der Spannungsspitzen zu entfernen, unabhängig davon, ob sie durch HF induziert oder verursacht werden. Die Wahrheit ist jedoch, dass diese Blockkondensatoren bereits in ordentlichen Netzteilen verbaut sind. Normalerweise direkt an den Ausgangsklemmen.

Auf den Einsatz von Kondensatoren in den Steuerkreisen habe ich bewusst verzichtet, da diese die Reaktionszeit verlängern. Zur korrekten Spannungsverteilung auf die einzelnen Transistoren werden Parallelwiderstände zu Transistorschaltungen verwendet. Ohne diese Widerstände verteilt sich die Spannung entsprechend deren Innenwiderständen im geschlossenen Zustand auf die Transile. Dies wird weder garantiert noch in den technischen Datenblättern angegeben. Dies kann beim Öffnen zu Problemen führen. Die Wahrheit ist, dass die Verkabelung ohne die Widerstände vielleicht zu neunzig Prozent funktioniert. Aber die zehn Prozent...
Im Betrieb wird natürlich auf das Leuchtmittel verzichtet und der Stromkreis direkt angeschlossen. Ich hatte während des Tests die Glühbirne an, nur um die Spannung beim Einschalten des Thyristors ablesen zu können. Ich denke, diese Verkabelung könnte funktionieren. Aber nur die Zeit wird es zeigen. Bisher läuft es in einer Version ohne Probleme.

Hinweis: Bei geeigneter Spannung kann nur ein Transil verwendet werden. Dann werden die Widerstände entfernt und die gesamte Schaltung besteht nur noch aus zwei Komponenten. Bei den Tests wollte ich die Funktion bei Reihenschaltung der Transile und die Möglichkeit der Feinjustierung über eine Reihendiode überprüfen.
73! Grüße Jarda OK1CJB
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